SÜDANSICHT

SCHNITT

BEWEGUNGSSCHEMA

DER BAU DER
STUTTGARTER SCHULE

GEGENBAU

STUTTGARTER SCHULE

LITERATURLISTE

Für den Wiederaufbau des infolge der Kriegseinwirkungen völlig verwüsteten Geländes wurden mehrere städtebauliche Überlegungen angestellt.
Gebaut wurde ab 1947 nach den Wiederaufbauplänen Richard Döckers (Generalprojekt der Technischen Hochschule Stuttgart), welcher locker gefügte, etwa vier- bis fünfgeschossige Gebäude vorsah.
Als zentraler Punkt war das 'Döckersche Z' vorgesehen, von dem nur ein Teilabschnitt, nämlich der Wiederaufbau des Westflügels der alten TH, dem heutigen Rektoramt, verwirklicht wurde.
Grund für den Baustopp waren neue Hochrechnungen über die zukünftige Entwicklung der Universität und dem daraus resultierenden grösseren Raumbedarf.
Mit der 'Realplanung' beauftragt wurde die Abteilung für Architektur an der TH Stuttgart und diese übertrug ihn 1945 den Professoren Rolf Gutbier, Günter Wilhelm und Curt Siegel.

"'Realplanung' im Gegensatz zur ideellen, programmlosen Planung Döckers. Wobei Döcker nicht Nachlässigkeit oder Ignoranz vorgeworfen werden kann, da zum Zeitpunkt seines Entwurfes noch keine konkreten Nutzungsanforderungen vorlagen."
Gutbier, Rolf, Erlebnisse - die Stuttgarter Architekturschule 1946-1970, in: Wechselwirkungen, Jahrbuch Stuttgart 1986

Die weitere 'Realplanung' wurde dann von der 'Planungsgruppe Hochschulbau' in einem eigens dafür gegründeten Architekturbüro vorgenommen.
In den weiteren Planungsabschnitten des 'Gutbierplans' wurden zunächst ein, später zwei Hochhäuser eingeplant. Das Hochhausprojekt, gemeinbt ist hier das K1 fand die Zustimmung aller beteiligter Gremien. Die Stadt Stuttgart limitierte die Höhe auf die des Turmes des Stuttgarter Bahnhofes, eine Forderung, welcher Rolf Gutbier nicht einsichtig war, jedoch Beschluss des Gemeinderats wurde.
Das Ziel von Gutbier, dem Gebäude eine quadratische Ansichtsfläche von 60m mal 60m zu geben wurde damit verhindert. Im Längsschnitt (mit den Untergeschossen) konnten sie dieses Ziel, für alle Betrachter unsichtbar, doch noch realisieren.

Baubeginn K1: 1956
Fertigstellung : 1960

Szymczyk-Eggert, Elisabeth, Das Koillegiengebäude 1 der Universität Stuttgart in Deutsches Architektenblatt 7, 1991 S.187 - 191